Freitag, 6. November 2020, 19:00 Uhr

Sonnabend, 7. November 2020, 19:00 Uhr

Sonntag, 8. November 2020, 19:00 Uhr

Sonnabend, 14. November 2020, 19:00 Uhr

Sonntag, 15. November 2020, 19:00 Uhr

Sonnabend, 21. November 2020, 19:00 Uhr

Sonntag, 22. November 2020, 19:00 Uhr

 

Das Ende von Eddy

oder

Wer hat meinen Vater umgebracht

EDDY-PROJEKT

 

Chorisches Theaterprojekt

nach den Romanen von Édouard  Louis


TICKETS

Vorverkauf

19€ / 10€

 

per Mail

info@eddy-projekt.de

 

per Telefon

+49 152 34395681


Gefördert wird dieses Projekt

vom Hauptstadtkulturfonds (HKF) und dem Bezirk Pankow.







Édouard Louis‘ Das Ende von Eddy erzählt autobiografisch die Geschichte eines empathischen, schwulen Jungen, der in der französischen Provinz im aggressiven Dunst der sogenannten „Abgehängten“ mit allen damit unweigerlich verbundenen gesellschaftlichen, sozialen und familiären Diskriminierungen aufwächst. Er wird in der Schule gemobbt, täglich verprügelt und von seiner Familie für sein Anderssein verachtet und geschmäht. Dabei vermischt sich seine eigene erlebte Isolation mit der Verlorenheit der Sicht „der Leute“, die früher noch eine Identität in linken Ansichten fanden, sich nun aber in rechte Parolen flüchten. Mit klarer Sprache und in manchmal unerträglicher, rücksichtsloser Beschreibung der Details zeichnet Louis mit seiner eigenen Geschichte ein nüchternes Abbild unserer aktuellen, immer mehr zerreißenden Gesellschaft.

 

Jugendliche und Schauspieler machen sich dabei gemeinsam auf die Suche nach dem Eigentlichen, das unsere Welt trotz tiefer Spaltung im Innern zusammenhält. Durch die Wechsel von Sprechchören, einzelnen Stimmen und Monologen mit Musik entsteht ein dreidimensionales Kaleidoskop unserer heutigen Zeit. Das Publikum kann es immer wieder neu formen und sich selbst darin positionieren oder gar finden.

 

Im zweiten Teil Wer hat meinen Vater umgebracht kehrt der Protagonist, mittlerweile in Paris lebend, als erfolgreicher intellektueller Schriftsteller an den Ort seiner traumatischen Kindheit zurück. Im Monolog stellen sich dabei jeweils an einem Abend entweder Alexander Fehling, Jonathan Berlin, Michael Rotschopf oder Franz Hartwig ganz individuell, direkt und offen nicht nur der eigenen Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart des körperlichen Verfall des Vaters, der nach einem Arbeitsunfall trotz Rückenschmerzen eine Stelle als Müllaufsammler aufnehmen muss, um seinen Anspruch auf Sozialleistungen nicht zu verlieren. Der Titel nimmt hierbei schon den drohenden Tod vorweg. Wer trägt Schuld an den Brüchen der Gesellschaft, die den Sprechenden selbst und seinen Zuhörer, seinen Vater ganz faktisch – „sie haben dir dein Rückgrat gebrochen“ - zu durchziehen scheinen? Wie kommt es zu den angeblich unveränderbaren, starren Strukturen, die unsere Lebenswirklichkeiten zu verhärten drohen? - Durch eine unvergleichlich schonungslose Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte entdeckt der Erzähler durch Empathie und Scharfsichtigkeit einen Ausweg aus gesellschaftlichen Alternativlosigkeiten, eine neue Möglichkeit des persönlichen und politischen Handelns: „Ich glaube, was es bräuchte, wäre eine ordentliche Revolution.“

Das Ende von Eddy

mit 

Katharina Goebel

Thomas Hold

Katja Hutko

Marian Kindermann

(Schauspieler)

 

Emma Dammerow

Lisa Hagemann

Felix-Elian Lau

Mika Sander

Sami Talebi

(Jugendliche)

 

David Schwarz

(Musiker)

 

 

Wer hat meinen Vater umgebracht

mit

Alexander Fehling (6. und 7. NOV)

Jonathan Berlin (8. und 14. NOV)

Michael Rotschopf (15. NOV)

Franz Hartwig (21. und 22. NOV)


Regie

Alexander Weise

 

Bühne/Kostüme

Nico Zielke

 

Musik

David Schwarz

 

Sprechchöre

Alexander Weise

 

Produktionsleitung

Lennart Berger/Berta PR

 

Pädagogische Beratung

Ela Zorn