Donnerstag, 3. September 2020, 19:30 Uhr

 

Poetik radikaler Verletzbarkeit

ELISA ASEVA, LEA SCHNEIDER,

SOFIE LICHTENSTEIN

Moderation: CHRISTIANE FROHMANN

 

Lesung und Gespräch


Das Haus für Poesie zu Gast in der WABE


TICKETS

Online-Vorverkauf

(über das Haus für Poesie)
6€ / 4€



Das Authentische kehrt in die Literatur zurück. Die ehemals so wichtige Unterscheidung zwischen Dichter_in und lyrischem Ich scheint zu verschwimmen, je größer die Bedeutung wird, die der Position der Sprechenden im Text zugewiesen wird. In neueren Diskursen des Feminismus, der Gender Studies und der Queer-Theorie wird untersucht, inwieweit Systeme Verfahrensweisen des Ausschlusses ‚kultivieren‘. Daran schließt sich die Frage an, wer berechtigt ist, in wessen Namen zu sprechen. Die Dichterin Lea Schneider, die zu diesem Thema forscht, beschreibt neue „Poetiken des Sich-Selbst-Aussetzens“, in denen „Verletzbarkeit als Waffe“ eingesetzt wird, um die eigene Position strategisch neu zu setzen. Es ist gewissermaßen eine Renaissance der Confessional Poetry, die sich hier ereignet, wobei das Bekenntnis der jeweiligen Dichter_in zum Instrument einer feministischen Praxis wird. Kennzeichnend für diese Texte ist, dass sie zunächst auf Internetplattformen kursieren, bevor sie (wenn überhaupt) Buch werden. Zu diesem Thema sprechen die Dichter_innen Lea Schneider, Sofie Lichtenstein und Elisa Aseva mit Christiane Frohmann.