Mittwoch, 30. September 2020, 19:30 Uhr

 

Dichterabend. Perseus aus Versen

DANIEL BAYERSTORFER, VICTORIA LORINI,
THERESIA PRAMMER, MORITZ RAUCHHAUS,

TOBIAS ROTH, ANDREA SCHMIDT,

ASMUS TRAUTSCH

 

Lesung, Gespräch


Das Haus für Poesie zu Gast in der WABE


TICKETS

Online-Vorverkauf

(über das Haus für Poesie)
6€ / 4€


Veranstaltung in deutscher Sprache mit italienischen Highlights

 

Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit Unterstützung durch das Italienische Kulturinstitut Berlin



Die Perseus-Statue von Benvenuto Cellini (1500–1571) auf der Piazza della Signoria im Zentrum von Florenz zählt „zu den unbegreiflichen Ereignissen der Kunstgeschichte“ (Horst Bredekamp). Als die Statue im Frühling 1554 erstmals enthüllt wird, heften Dichter und Künstler mehrere Dutzend Sonette an Cellinis Werkstatttür, um der unbegreiflichen Bronzestatue mit Sprache näher zu kommen. Diese Sonette sind erhalten. Sie erzählen von der Spannung zwischen Sehen und Schreiben, Bronze und Leben, von Experiment, Mythologie und Macht.

 

Sechs Übersetzer_innen haben sich auf dieses Spiel in verschärfter Form eingelassen und die Gedichte erstmals ins Deutsche übertragen. Verschiedene Sonette für eine Statue, verschiedene Übersetzungen für ein Sonett. Essayistische Kreise ziehen sich zudem um das mythologische Moment der Statue, ihre Aufstellung im Zusammenhang der Piazza, um die Eigenarten der Sonette, die Eigentümlichkeit ihrer Übersetzung – und um Cellini selbst, der in seiner Autobiographie ausführlich vom Guss der Statue berichtet. Optisch in Szene gesetzt wird der Abend von der Typographin und Gestalterin Andrea Schmidt.